Mission: Musikvideos - Teil 1: Charles in New York
Irgendwie fehlen mir die guten Musikvideos. - Natürlich gibt es auch heutzutage toll inszenierte Clips, aber die Vielzahl an belanglosen Filmchen zum Lied macht doch einen missmutig.
Gelegentlich taucht ein sinnvoller Beitrag auf, eine kleine Augenweide, eine Perle der Musikvideokunst. Aber wie häufig kommt das denn vor? Liegt es daran, dass heute Pop-Embryonen und die dazugehörige Vermarktung am Fließband produziert werden? Oder drehen alle guten Musikvideo-Regisseure nun Kinofilme? Gibt es keinen Nachwuchs mehr oder ist ihre Zahl verschwindend klein? Oder bin ich latent ignorant geworden, seitdem MTV und so weiter nur noch Müll produzieren? Musik und Musikvideos waren doch einst Tag und Nacht im Zentrum des Programms?! Und heute? Ich will es gar nicht aussprechen...
Auf das Internet kann man sich auch nicht vollends verlassen, denn das www ist voll mit Unrat! Aber man kann dort lange stöbern und ist frei zuentscheiden, was man sehen will. (Eine Eigenverantwortung, die man nicht ausklammern sollte.)
Wie bin ich nur auf solche Gedanken gekommen? Ach ja! Ich habe ohne große Erwartungen gestöbert und folgendes gefunden: "Big City Nights" von Spike Jonze - ein Videoclip zum Daft Punk Hit "Da Funk", eine wunderbar bizarre Perle der Musikvideokunst!
P.S.: Auch wenn das Video zigmal interpretiert wurde, Thomas Bangalter (die eine Hälfte von Daft Punk) hat einmal erklärt, dass es keine Story gibt und das Musikvideo ist "just a man-dog walking with a ghetto-blaster in New York".
Vorhang auf für Charles...
