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Debütalbum: Stefan Goldmann hört Stimmen aus dem Jenseits

Geschrieben Mi, 23. Jul. 2008 9:57 von P-Man in Electronic Beats

Am 15. September präsentiert Stefan Goldmann mit "The Transitory State/Voices Of The Dead" seine lang erwartete CD-Erstveröffentlichung auf seinem noch jungen Label Macro. Sein Debüt erscheint als Doppel-CD und umfasst respektive zwei Alben: eine Auswahl seiner bahnbrechendsten Clubtracks auf CD1 und ein elektroakustisches Konzeptalbum auf CD2.

Mit seinen Veröffentlichungen für Labels wie Classic, Innervisions, Perlon, Ovum und Macro hat sich Goldmann in den letzten ca. 6 Jahren zu einer Schlüsselfigur an der Schnittstelle von postminimalem Techno und der Renaissance von House Music entwickelt. Zweifelsohne war ein Album überfällig!

 

"The Transitory State" enthält Stefan Goldmann's signifikanteste Beiträge zur Clubkultur der Jahre 2005 bis 2008, die auf den Labels Innervisions, Perlon und Macro erschienen sind, u.a. Hits wie "Sleepy Hollow" und "Lunatic Fringe", die beide von den Lesern der Magazine Groove, Resident Advisor und De:Bug zu den Top Ten Tracks der Jahre 2006 und 2007 gewählt wurden. Alle Stücke wurden eigens für dieses Album neu editiert und zusammengestellt, wobei unveröffentlichtes Material und völlig neue Stücke mit aufgenommen wurden. Es handelt sich daher nicht einfach um eine Compilation, sondern um ein speziell für das Format CD erstelltes vollwertiges Album.  

 

CD2 enthält das Album "Voices Of The Dead", das parallel zur CD auch als streng limitierte fünffach 7" Box veröffentlicht wird. Das Album ist der ersteTeil einer geplanten Trilogie "unmöglicher Musik". Im ersten Teil dieser Folge begibt sich Goldmann auf eine Reise zum Mittelpunkt der Musik als solches. Er sucht nach der gemeinsamen Wurzel aller Musik unter Verwendung elektroakustischer Kompositions- und Produktionstechniken.

Das darin enthaltene Stück "Turret" wurde von der Bibliothéque Nationale de France in die IMEB-Phonothek aufgenommen, die begründet wurde, um herausragende elektroakustische Werke langfristig zu erhalten. Außerdem wurde es bereits von Richie Hawtin als Einleitung zu seinem DE9 Transitions 5.1 Surround mix verwendet.

Der Künstler zu seinem Werk "Voices Of The Dead":

Beim Hören bemerken wir zunächst vordergründige Dinge wie Melodien oder rhythmische Elemente, mit denen wir bestimmte Stile assoziieren. Zwischen den Tönen gibt es aber Momente der Spannung, schwer zu umschreibende Hintergrundinformation, die sich bei genauerem Hinhören überall aufspüren lässt: bei Coltrane und Stravinski, Death Metal und byzantinischen Gesängen des 9. Jahrhunderts. Falls es etwas wie eine allumfassende gemeinsame Grundlage von Musik gibt, dann sind es diese Informationen, die durchschimmern und die vordergründigen Elemente verbinden. Das sind die „Voices Of The Dead", die verstummten Stimmen der Menschen, die Musik weitergegeben haben, getragen durch die Jahrhunderte. Ich habe versucht für mich eine Vorstellung dieser Elemente zu entwickeln und so hörbar wie möglich zu machen.

Die Veröffentlichung des Albums wird am 4. September mit Ricardo Villalobos, Mika Vainio und möglicherweise Ulrich Schnauss im Berliner Club Berghain gefeiert. - Wer weiß, vielleicht hört ihr auf der neu aufgepimpten Berghain-Anlage die Stimmen aus dem Jenseits... 

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