Deadbeat-Album auf Wagon Repair: Alles andere als ein toter Beat
Das kanadische Label Wagon Repair wird kommenden Oktober mit einem neuen Album aufwarten: nach den Debütalben von Cobblestone Jazz und The Mole, folgt das erste Deadbeat-Album auf dem Ausnahme-Label für elektronische Musik. Scott Monteith hat mit seinen beiden Vorgänger-EPs auf Wagon Repair bereits eine musikstilistische Richtung aufgezeigt. Demnach schöpft der Produzent aus Montreal mit neuem Wohnsitz in Berlin seinen unwiderstehlich perkussiven Sound aus der Musik Jamaikas.
Mehr als nur eine Huldigung zwischen Dub-Step und Dub-Techno, verfolgt Monteith mit seinem Album "Roots AndWire" einen unverkennbaren Ansatz:
Dub is Drum'n'Bass Music. [...] there is deep structure. It's the very skeleton of the Music.
(Aus dem Intro des Stückes "Deep Structure" hervorgehend.)
Die scheinbare, zugleich bezeichnende Einfachheit zeigt den Fokus auf die rhythmische Struktur. Sparsame Melodien und Paul St. Hilaire (aka Tikiman) sind viel mehr Kleindarsteller in dieser, im wahrsten Sinne des Wortes, Drum und Bass Musik. Im Gegensatz zur Wechselhaftigkeit seiner Alben für das Berliner Electronica-Label ~scape, versteht sich "Roots And Wire" durchaus vorrangig als Tanzmusik. Somit ist ein atmosphärisches und gleichzeitig brachiales Album entstanden - nicht bahnbrechend, aber süchtig machend!
Wer sich hierzulande davon live überzeugen will, wird lediglich an zwei Terminen Gelegenheit dazu haben, und zwar beide Mal in Berlin: am 12.September anlässlich der ~scape Nacht im Watergate oder am 10. Oktober, rechtzeitig zur Album-Veröffentlichung, im selben Club zur Cynosure/Wagon Repair Nacht.
