Neues Josh Wink Album: Als die Banane nur Banane war…
Josh Wink wird sein viertes Album auf seinem eigenen Label Ovum veröffentlichen. "When A Banana Was Just A Banana", so der Titel des neuen Albums. Aber was will uns der Produzent aus Philadelphia, der Mitte der 90ermit solchen Platten wie "Don't Laugh", "I Am Ready" (als Size 9) und dem Nu-Acid-Evergreen "Higher State Of Consciousness" zu Ruhm und Ehren gelangte, damit überhaupt sagen?
In a nutshell, it speaks really of the loss of innocence of music. Music was just music when I was growing up. Nobody was ridiculed or had views of 'I only listen to this one kind of music'- I grew up listening to everything! Today, so many people tend only listen to one style of music with a strong opinion of why... I miss the innocence of how it was... Like when you were younger, 'A Banana Was Just A Banana'.
("Kurz, es geht im Grunde genommen um Musik, die ihre Unschuld verloren hat. Damals, als ich aufwuchs, war Musik einfach nur Musik. Niemand wurde für seinen Musikgeschmack verlacht oder sagte, ‘Ich höre nur diese Art von Musik und sonst nichts!'. Als ich aufwuchs, hörte ich alles Mögliche! Heute neigen die Leute dazu nur eine Art von Musik zu hören, und zwar mit einer eindeutigen Meinung... Mir fehlt die Unschuld von damals, als wir jung waren... damals war ‘eine Banane einfach nur eine Banane'.")
O.K.?! Das Album habe ich bislang noch nicht gehört. Nur "Stay Out All Night" ist bereits erschienen, und zwar kam die Nummer im März dieses Jahres auf Ovum raus und wurde gleich zum Hit (- zum "Essential New Tune" ernannt durch Pete Tong auf seiner BBC Radio 1 Sendung). Sie gibt einen guten Vorgeschmack auf das Bevorstehende. Seinem Zitat zufolge müsste man jedoch ein abwechslungsreiches Album erwarten. Gemäß der Pressemitteilung bewegen sich die neun Stücke auf dem neuen Album irgendwo zwischen House und Techno, stets mit dem gewissen Wink-Touch, aber grundsätzlich wohl im Bereich Electronic Dance Music anzusiedeln. Das ist auch vollkommen in Ordnung so, da sein Zitat im Kontext von House und Techno eher zutrifft. Ich denke, die Menschen sind nach wie vor offen für verschiedene Stile oder Genres. Aber in den Clubs herrscht da doch recht wenig oder seltenToleranz. - Nicht ohne Grund, heißt es dann mal zur Abwechslung: "Minimal My Ass".
Glücklicherweise haben sich in den vergangenen 2 Jahren gewisse Veränderungen abgezeichnet bzw. Re-Orientierungen sowie neue und alte Gesichter mit neuen Ideen und die anderen alten Gesichter mit ihren fortwährend alten Ideen bleiben entweder beharrlich und definieren die Grenzen stets von Neuem oder sie versickern langsam aber sicher in der Bedeutungslosigkeit (- wo einige unter ihnen dann plötzlich den Wandel erfahren...). - Leben wir doch in einem Kreis...
