King of Pop ohne Gehirn ins Grab?!
Endlich steht der Termin für Michael Jacksons Trauerfeier fest. Morgen, 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit, soll dem King of Pop im Staples Centre in Los Angeles die letzte Ehre erwiesen werden.
Die Gerüchte, die sich um den Ablauf der Zeremonie ranken, sind an Absurdität nicht zu übertreffen. Die vier schrägsten Schlagzeilen der vergangenen Tage:
1. Bubbles ausgeladen! Jackos Schimpanse wird bei der Trauerfeier nicht zugegen sein. Der
26-jährige, bissig gewordene Affe lebt inzwischen in Florida und wird nach Aussage der Pfleger den Tag der Beerdigung "bei ruhiger Flötenmusik" verbringen.
Headline Nr. 2: Elefantenparade für Michael! Vor dem Staple Centre soll am Dienstag eine Elefantenparade stattfinden. Angeblich gastiert in L.A. zufällig ein Zirkus mit dressierten Dickhäutern. Jacko hätte die Vorstellung bestimmt gefallen...
Meldung Nr. 3: Jacko ohne Gehirn ins Grab! Für die Autopsie wurde dem King Of Pop das Gehirn entnommen. Bis Dienstag sollen die Tests nicht beendet sein, weshalb Jackson ohne Gehirn beerdigt werden soll.
Schlagzeile Nr. 4: Sponsoren gesucht! Der Bürgermeister der Stadt Los Angeles wirbt um Spender, die die Kosten für das Sicherheitsaufgebot - es werden schließlich 750 000 trauernde Fans erwartet - und die Reinigung übernehmen.
Braucht es tatsächlich reiche Gönner, die die Trauerfeier sponsern? In Los Angeles leben doch jede Menge gut betuchte Hollywoodstars, die fleissig Steuern zahlen.
Das müsste doch reichen, um zertrampelte Vorgärten wieder in Stand zu setzen und Tonnen verrotzter Taschentücher zu entsorgen? Vielleicht zahlt ja auch Obama etwas dazu. Nachdem die Welt tagelang vergeblich auf ein offizielles Statement zum Tod von Michael Jackson wartete, erklärte der amerikanische Präsident nun immerhin in einem Interview: "Der King of Pop wird in die Geschichte als einer der größten Entertainer eingehen. Ich bin mit seiner Musik aufgewachsen!"
Ob Obama an der Trauerfeier teilnimmt, ist allerdings fragwürdig. Zu prekär scheint Jacksons Ruf. Auch Quincey Jones, Produzent von "Thriller" und "Bad" will seinem alten Kumpel nicht die letzte Ehre erweisen. "Nach Ray Charles und Marvin Gaye habe ich erstmal genug von Beerdigungen," soll er gesagt haben.
Vielleicht besucht Jones Jackos Grab ja eines Tages jenseits des Trubels. Die Grabstätte soll Berichten zufolge von den Hollywood Hills auf die Neverland Ranch verlegt werden, sobald die Genehmigung erteilt ist.
