Eminem - "Ich habe nie aufgehört, zu arbeiten"
Eminem, vor gut fünf Jahren erschien Deine letzte Platte - damals deutete alles
darauf hin, dass Deine Laufbahn als Rapper beendet wäre. Warum jetzt
"Relapse"?
Eminem: Ich habe nie aufgehört, zu arbeiten. Klar, ich habe mich ein Stück weit
aus dem Rampenlicht zurückgezogen, Platten gemacht, andere Künstler produziert,
mit anderen Künstlern kollaboriert. Ich habe das Mixtape-Album
"Re-Up" aufgenommen, mit Leuten wie T.I. zusammengearbeitet - da war
schon immer was los. Dann habe ich am Albumcover gearbeitet - alleine damit war
ich gute drei Monate beschäftigt. Man unterschätzt diese Dinge. Aber es dauerte
auch, bis sich das alles wieder einspielte. Vor fünf Jahren wusste ich nicht,
wo ich hinwollte. Ich wusste, dass Musik in meinem Leben weiterhin die
Hauptrolle spielen würde, aber nicht, auf welche Art und Weise. Das haben viele
Leute sozusagen als offiziellen Rücktritt wahrgenommen.
Vor allem ging es Dir nicht gut ...
Eminem: Ich war damit beschäftigt, eine sehr ernsthafte Abhängigkeit von
verschreibungspflichtigen Medikamenten zu bekämpfen. Ambien, Vicodin, Valium,
all das schluckte ich. Ich nahm eine Zeit lang wirklich alles, was ich bekommen
konnte. Alles, von dem ich dachte, es würde mir beim Einschlafen helfen können.
Ich mischte mir gewissermaßen eigene Cocktails und suchte immer wieder nach
neuen Kombinationen. Das ist natürlich kompletter Irrsinn, weil es die
Abhängigkeit steigert. Je mehr Pillen ich nahm, desto depressiver wurde ich.
Und dagegen musste ich dann wieder Tabletten nehmen. Es ist ein Teufelskreis.
Wie schwierig war der Ausbruch aus diesem Teufelskreis?
Eminem: Als ich 2005 erstmals in Rehab war, war ich noch gar nicht bereit
dafür. Mein Umfeld war sich der Tatsache bewusst, dass sich etwas ändern
müsste, aber ich nicht. Und das ist der springende Punkt: Du kannst Dich nur
dann von der Drogenabhängigkeit befreien, wenn Du selbst bereit dafür bist. Dem
folgt dann ein sehr langwieriger Prozess sowohl physischer als auch mentaler
Natur. Und als ich den durchlief, klärte sich auch wieder mein Bewusstsein auf.
Ich war erst ab diesem Punkt wieder fähig, wirklich etwas zu tun, wieder zu
funktionieren, wieder ein Studio zu betreten und Musik aufzunehmen, die es wert
war, tatsächlich veröffentlicht zu werden.
Wirkte sich Deine Sucht auf dem Kreativprozess aus?
Eminem: Das ist sicher von Mensch zu Mensch unterschiedlich - bei mir
stagnierte die Kreativität während meiner Sucht völlig. Ich schrieb die
gleichen Dinge, ich rappte die gleichen Dinge, weil sich ja auch an meiner
Verfassung nichts änderte. Es passierte ja nichts, was mich inspirierte, jeder Tag
ähnelte dem vorhergegangenen. In den sechs, sieben Monaten, in denen ich
komplett nüchtern war, schrieb ich mehr und vor allem deutlich bessere Dinge
als in den vier, fünf Jahren davor. Es war schlichtweg ein Deckel auf meinem
Gehirn oder so.
Hattest Du für "Relapse" einen Masterplan?
Eminem: Nein, ich hatte für die Platte keinen Masterplan. Ich wusste auch
nicht, ob ich auf der Platte die Sucht thematisieren sollte. Es stand schon
auch im Raum, das alles zu verheimlichen - es hatte ja außerhalb meines
Umfeldes niemand so wirklich gewusst. Aber als ich in meiner Genesung
fortschritt, wurde es einfacher für mich, darüber zu sprechen. Erst mit
Freunden, dann in Meetings und irgendwann eben in der Öffentlichkeit. Ab da
konnte ich darüber schreiben.
Der Erwartungsdruck der Öffentlichkeit ist enorm ...
Eminem: Ich hatte über diesen Erwartungsdruck eigentlich nur mit Dre
gesprochen. Ihn hatte ich irgendwann vor Beginn der Aufnahmen gefragt, was er
denn glaubte, was die Leute von mir erwarten würden. Und er sagte eben: Die
Leute würden schon auch den alten Eminem erwarten. Den Psychopathen, den Typen,
der ordentlich rumpöbelt und die Kontrolle verliert. Und tatsächlich schaffte
ich es, mit fortschreitender Genesung immer mehr ich zu sein. Deshalb werden
diese beiden Platten auch ein Weg zurück zu den Dingen sein, die mich Ende der
90er-Jahre berühmt machten. Ich denke schon, dass man in "Relapse"
jede Menge "Slim Shady" und "Marshall Mathers" findet.
Dr. Dre übernahm fast die komplette Produktion. Keine Angst davor, die
Kontrolle über die Platte so umfangreich abzugeben?
Eminem: Das ist mit Dre nie ein Problem gewesen. Wir hängen ohnehin die ganze
Zeit miteinander rum, und er hatte immer eine sehr genaue Vorstellung davon,
wie ein Beat für mich klingen muss. Er weiß, was ich mag. Deshalb brauchte er
auch gar nicht so etwas wie eine Vorgabe. Klar, er fragte, was ich mir mir so
wünschen würde. Und ich antwortete: "Hey, Mann. Mach einfach, worauf Du
Bock hast." Und das funktionierte prächtig, woran ich aber auch nie die
geringsten Zweifel hatte. Mir nahm das etwas Druck. Ich hatte so alle Zeit der
Welt, mit verschiedenen Flows und Patterns herumzuexperimentieren und mich auf
die Lyrics zu konzentrieren.
Die Single "We Made You" zeigt Dich erneut als Enfant Terrible des
HipHop - kamen schon erste Reaktionen?
Eminem: Kim Kardashian (amerikanisches Starlet, die Red.) hat reagiert, ja. Sie
outete sich als Fan von mir und sagte, dass sie den Track ganz witzig findet.
Und das zeigt, dass sie erkennt, worum es in dem Stück geht. Es ist ja nicht
so, dass ich Kim nicht mag, oder Britney oder Christina. Es ist kein
persönlicher Angriff, wenn ich über sie rappe. Sie sind Celebrities, und ihre
Namen reimen sich eben auf irgendetwas. Deshalb verwende ich sie auf meinen
Platten. Danach fahre ich nach Hause und denke nicht mehr dran. Aber hey, Kim
Kardashian hat wirklich einen geilen Arsch.
"3 AM" zeigt Deine andere Seite - in dem Videoclip spielst Du einen
Massenmörder - keine Angst davor, dass kein Musiksender der Welt das spielen
wird?
Eminem: Nein. Weißt Du, ich habe eine bestimmte Hit-Formel, eine Formel, die
eigentlich jedes Comeback, jede Platte begleitete. Es sind eben Songs da, die
schocken, weil sie derbe sind, wie "We Made You". Andere sind
beklemmend, wie "3 AM". Ich denke wirklich nicht im Entferntesten
daran, wie das vom Radio oder vom Musikfernsehen wahrgenommen wird. Das ist mir
völlig egal, ich arbeite für mich.

His songs are Reality and truth!
And of course he is wonderful=)
Love Ya Baby
composed by french artist unsigned...a great song...
come on the figth and make this song the number one of the world....copy and paste to yours friends ...http://myspace.com/inox1
you can buy this song on the page
composed by french artist unsigned...a great song...
come on the figth and make this song the number one of the world....copy and paste to yours friends ...http://myspace.com/inox1
you can buy this song on the page