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Miley Cyrus - Eigentlich nur sie selbst

Geschrieben Fr, 16. Okt. 2009 16:55 von Nina Becker-Göpner in Starportraits

Freches Mundwerk, sonniges Gemüt, eigenwillige Entscheidungen: Der riesige Erfolg von Disney-Star Miley Cyrus liegt vielleicht in ihrer unverstellten Art begründet.

Wenn ihr Name fällt, beginnen Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren schlagartig in rasende Verzückung zu verfallen: Miley Cyrus ist das Idol der Generation "Fast-schon-zu-alt-für-Barbie" und "Bob-der-Baumeister-kann-nach-Hause-gehen". Und die 16-jährige Göre aus Nashville/Tennessee wirkt ja auch sympathisch in der ihr auf den Leib geschneiderten Rolle der "Hannah Montana" in der gleichnamigen Disney-Kinder-Sitcom. Denn eigentlich spielt sie als Miley Stewart dort mehr oder weniger sich selbst.

Denn die fiktive Miley mutiert, so bald sie eine blonde Perücke überzieht, zum Superstar Hannah Montana, dessen wirkliche Identität nur die engsten Freunde und Familienmitglieder kennen. Und die wahre Miley, deren Patentante niemand Geringere als Dolly Parton ist, gehört ebenfalls zu den am besten verdienenden Jungstars in den USA, 25 Millionen Dollar ist kein Pappenstiel für einen Teenie. Sehr zur Freude ihres Vaters Billy Ray Cyrus, der sich Anfang der Neunziger als Countrysänger einen Namen machte (Hit: "Achy Breaky Heart") und nun ganz im Dienste des Erfolges seiner Tochter steht und in "Hannah Montana" ihren - Überraschung! - Dad spielt.

Doch all zu viel Einfluss scheint der smarte Cowboy auf sein bald flügges Mädchen nicht zu haben: Als sie offiziell verkündete, ihren Twitter-Account nicht mehr zu füttern, zwitscherte er ihr nach, sie möge doch wieder twittern, schließlich brauche die Welt ihr sonniges Gemüt. Doch wie Miley ehrlich bekannte, ist sie es leid, nur noch Momente im realen Leben zu generieren, die im fiktionalen Internet dann Applaus bekommen. Es scheint, dass der immer gut gelaunten Sängerin auch mal etwas auf den Zeiger geht. Doch Miley ist bei den Fans beliebt, weil sie - zumindest in der Serie - immer einen frechen Spruch auf den Lippen hat und ihr das Lachen nie vergeht. Ein sonniges Gemüt eben, und das hat Miley, die ihren Geburtsvornamen Destiny Hope im Januar 2008 in Miley Ray ändern ließ, vielleicht wirklich. Mit ihrer kieksigen Reibeisenstimme und ihrem offenen Lächeln gewinnt sie ja doch sofort alle Herzen.

Besonders das Herz der Disney-Geschäftsführer wird berührt, wenn sie ihren Namen hören. Was die ganze Hannah-Montana-Merchandise-Maschinerie finanziell an Umsatz bringt, ist wohl mehr als ein kleines Taschengeld. Die Kinokassen klingelten fröhlich, als ihr die Kinofilme "Hannah Montana & Miley Cyrus: Best Of Both Worlds Concert" und "Hannah Montana: The Movie" hohe Besucherzahlen bescherten. Ebenso ihr Soloalbum "Breakout" und die diversen "Hannah Montana"-Soundtracks werden ihr aus der Hand gerissen, und auch das brandneue Album "The Time Of Our Lives" wird Fans glücklich machen. Ob sie in Deutschland auf Tournee kommen wird, ist bislang unklar. Allerdings steht schon fest, dass die Konzerte hier restlos ausverkauft sein werden. Denn der Kreischalarm, den Miley zunächst nur in ihrer Heimat auslöste, hat deutsche Kinderzimmer längst erreicht.

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